Weltweit stellen die kolorektalen Karzinome (KRK) mit mehr als 600.000 Neuerkrankungen die dritthäufigste Krebsart dar. Jährlich erkranken allein in der Bundesrepublik über 70.000 Menschen an Darmkrebs. Damit ist das kolorektale Karzinom (beschreibt zusammenfassend das Kolon- und das Rektumkarzinom) in Deutschland bei den Männern die dritthäufigste und bei den Frauen die zweithäufigste Krebserkrankung.
Das errechnete Lebenszeitrisiko in der Bundesrepublik, an einem kolorektalen Karzinom zu erkranken, beträgt altersabhängig zwischen 4,5 und 6 %; also trifft es etwa jeden 20. Bundesbürger. Dabei liegt in Abhängigkeit von Alter bei der Diagnosestellung und dem Stadium der Erkrankung die 5 Jahres- Überlebenswahrscheinlichkeit zwischen 50 % und 90 %.
Im Gegensatz zu der Häufigkeit dieser auch unter volkswirtschaftlichen Aspekten bedeutsamen Erkrankung bekommen gegenwärtig in Deutschland nur geschätzte 50% der Patienten eine Therapie entsprechend der aktuellen S3-Leitlinie (http://www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/021-007.htm) zur Diagnostik und Therapie des kolorektalen Karzinoms. Damit ist schon deutlich das Defizit in der Versorgung der Betroffenen definiert und gleichzeitig auch unser Ansatz in der Optimierung dieser Versorgung beschrieben. Nur durch eine medizinisch orientierte Qualitätssicherung lassen sich die Defizite in der Patientenbetreuung erkennen und schlussendlich auch beheben. Dazu haben wir mit führenden Meinungsbildnern unser System aus medizinischer Dokumentation in den Partnereinrichtungen, Benchmarking der Behandlungsdaten, Monitoring und Berichterstellung aufgebaut und etabliert.